
Vom Warenstrom zum Datenstrom
Betreuungs- und Beratungs-Konzept von MikroPlan überzeugt Global Player UTi
Ein Logistik- und Speditionsbetrieb, der keinen einzigen LKW besitzt, dafür aber ein Rechenzentrum unterhält, auf das manch ein Finanzdienstleister stolz wäre? Das ergibt doch keinen Sinn. Ein weltweit operierendes, an der NASDAQ in New York notiertes Unternehmen, dessen Europa-Zentrale auf die IT-Dienste eines hessischen Mittelständlers setzt? Absolut undenkbar. Oder?
Beide Fälle sind tatsächlich real, beide Modelle zudem überaus erfolgreich. Und: Die Rede ist von nur einer Firma, der UTi Worldwide Inc. „Wir sind ein so genanntes Non-Asset Unternehmen“, erläutert Jürgen Nickenig, als Technischer IT-Director für die Region EMENA (Europa, Mittlerer Osten, Nord Afrika) verantwortlich, im persönlichen Gespräch. Wann immer ein LKW benötigt werde, stelle diesen ein Subunternehmer bereit. Im Mittelpunkt stehe vielmehr, jederzeit die vom Unternehmen zu verantwortenden Transportketten kontrollieren zu können. Das gelte insbesondere für die komplexen Just-in-time-Liefervereinbarungen, die das Unternehmen mit vielen namhaften Kunden getroffen hat.
Herzstück der europäischen Zentrale ist entsprechend keine PS-starke Flotte, sondern zwei große Räume, gefüllt mit zahlreichen Schränken, die allerlei elektronisches Equipment beinhalten. PS-Fans mag der Umstand trösten, dass die Komponenten und vor allem deren Belüftung eine ordentliche Geräuschkulisse erzeugen, die der eines fahrenden LKW schon sehr nahe kommt.
Bei der Bestückung der im IT-Jargon „Rack“ genannten Schränke kommen die Experten von MikroPlan ins Spiel. „Wir beraten UTi bezüglich der aktiven Komponenten in der IT-Infrastruktur“, erzählt MikroPlaner Björn Glauben und erklärt: „Aktiv ist all das, was etwas tut. Router, Switches und Firewalls zum Beispiel.“ Während der Aufbau der passiven Infrastruktur, dazu gehören etwa die extragroßen APC-Racks und eben „all das, was nichts tut“, als weitgehend abgeschlossen gilt, ist im aktiven Bereich eigentlich immer Aktivität gefragt. Das System ist an sich wandelnde Anforderungen anzupassen. Zum Einsatz kommen dabei ausschließlich hochwertige Komponenten von Cisco Systems. Veraltete Bauteile sind durch neue zu ersetzen. Veraltet, das heißt in diesem Fall noch nicht einmal kaputt. Doch kann es vorkommen, dass ein Bauteil einen höheren Strombedarf als üblich entwickelt. Und der Stromverbrauch sei nun einmal der größte Kostentreiber in einem Rechenzentrum, so Jürgen Nickenig. „Einer der wesentlichen Punkte, warum wir uns für MikroPlan entschieden haben, ist die sehr gute Betreuung und Beratung. Darauf legen wir großen Wert.“, erklärt der Experte für Waren und Datenströme zum Schluss. Und ergänzt nach einer kurzen Pause: „Außerdem schmeckt dort auch der Kaffee gut.“ Noch etwas, auf das man bei uns als hessischen Mittelständler ruhig ein bisschen stolz sein darf.
